
Anna und Arthur halten’s Maul! Immer und überall!
Lokale linke Strukturen, in ihrem Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, werden immer präsenter und geraten durch ihr politisches Engagement immer öfter in die Mühlen der repressiven Staatsmaschinerie. Ob die Einkesselung von Antifa–Demonstrant*innen oder die gewaltsame Räumung von Castor–Blockaden, Beispiele für Repression sind zahlreich. Auch die Ortsgruppe Halle der Roten Hilfe setzt derartigen Repressalien ihre Solidarität entgegen. Das kostet Zeit, Nerven und vor allem Kohle.
Aber auch bundesweit ist momentan einiges am „Kochen“. So zum Beispiel bei Sonja und Christian aus Frankfurt am Main. Die beiden kommen aus der linken Bewegung der 60er und 70er Jahre, waren Aktivist*innen der militanten Anti-AKW-Bewegung. Sie engagierten sich schon damals gegen Knast, Repression und Rassismus. Seit September sitzt Sonja in U-Haft. Im Frühjahr 2012 soll ihnen der Prozess gemacht werden, lediglich basierend auf Konstruktionen von Staatsschutzjustiz und Kronzeug*innenaussagen. Vorgeworfen wird ihnen die angebliche Beteiligung an damaligen Aktionen der Revolutionären Zellen (RZ). Beide verweigern jegliche Aussage und Zusammenarbeit mit den Behörden, ohne Wenn und Aber.
Dieses Konzert soll daher auch ihnen dabei helfen, einen Teil der
Prozesskosten zu decken.
RESPECT & SOLIDARITY für Sonja und Christian und ihre konsequente
Aussageverweigerung.
Weitere Infos: verdammtlangquer.org


Antirepressionsarbeit kostet!
Nerven, Arbeit, Zeit und vor allem immer wieder: $$$MONEY$$$.
Die Rote Hilfe Halle und die Rote Hilfe Leipzig präsentieren zur Verbesserung der lokalen Kassenlagen in Krisenzeiten:
Soliparty im VL (Ludwigstrasse 37)
D.N.A.
(Punkrock – Merseburg)
Laubsägenmassaker III
(Elektropunk – Erfurt)
Lea Legrand + DJ Stu
(DJs – Halle)
Eintritt: 5€
Kommt mal lekker lang da!
In den letzten Jahren sind in Dresden zunehmend linke Strukturen in den Fokus der Politik und Strafverfolgungsbehörden gerückt. Woher kommt dieses verstärkte Interesse? Erfolgreiche linke
Politik lässt sich in Dresden vor Allem im Zusammenhang mit den antifaschistischen Protesten zur
Verhinderung des jährlich stattfindenden Naziaufmarsches um den 13. Februar herum messen, der an die Bombardierung der Stadt 1945 durch die Alliierten erinnern soll. Den zunehmend erfolgreichen Protesten versuchte man anfänglich noch mit Einschüchterung zu begegnen.
So wurde versucht, die Mobilisierung im Vorfeld zu kriminalisieren und sich einzelne Menschen herauszugreifen, um an ihnen juristische Exempel zu statuieren. Allerdings mussten die
Strafverfolgungsbehörden und konservativen politischen Kräfte, die den Naziaufmärschen lange mit Ignoranz oder Kleinreden begegneten, erkennen, dass diese vereinzelten Repressionen nicht den gewünschten Erfolg hatten, und sich eher mehr als weniger Menschen an den Aktionen des zivilen
Ungehorsams beteiligten.
Durch die zahlreichen Proteste sahen sich die Sächsischen Polizeibehörden dazu veranlasst, massenhaft Daten von Handys u.ä. zu speichern, woraufhin es mehrfach zu Diskussionen rund um das Thema Datenschutz und den damit einhergehenden Ermittlungen auf Bildung einer kriminellen Vereinigung (§129) kam. Auch die zahlreichen Hausdurchsuchungen in den letzten Monaten im Zusammenhang mit §129 müssen stärker in den Mittelpunkt des Bewusstseins gezogen werden.
Die „Kampagne 129ev“ sind Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen und politischen Gruppen der radikalen Linken. Sie haben eine klare gemeinsame Basis, auf der sie zusammengekommen sind: Solidaritätsarbeit bedeutet für die Kampagne ein politisches Verhältnis herzustellen, in dem diejenigen nicht alleine gelassen werden, die von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht verfolgt werden. Betroffen sind Wenige, aber gemeint sind wir alle!
Die Legitimität und Notwendigkeit radikalen und militanten Widerstandes gegen Nazis, Staat und Kapital wird durch die „Kampagne 129ev“ in einem Vortrag dargestellt.
www.unterverdacht.blogsport.de
Ort: Infoladen, VL Ludwigstraße 37. Halle
Zeit: 15.11.2011; 18.00
Im folgenden dokumentieren wir einen Aufruf von der Seite: www.freilassung.de
Freiheit für alle linksradikalen Gefangenen, Freiheit für Sonja Suder und Christian Gauger!
Seit Mitte September sind Sonja Suder und Christian Gauger als vermeintliche Mitglieder der Revolutionären Zellen in Frankfurt am Main inhaftiert. Sie wurden auf Betreiben der Frankfurter Staatsanwaltschaft von Frankreich ausgeliefert, wo sie über 30 Jahre im Exil aufgrund von Verfolgung durch deutsche Behörden lebten.
Die Behörden werfen ihnen die Beteiligung an drei Anschlägen mit Sachschäden gegen Zulieferbetriebe für die südafrikanische Atombombe sowie gegen das Heidelberger Schloss vor. Diese Vorwürfe stützen sich vor allem auf die unter folterähnlichen Zuständen erlangte – und längst widerrufene – Aussage von Hermann Feiling. Dieser wurde schwer verletzt ins Krankenhaus geliefert und unter Medikamenteneinfluss ohne Kontakt zu Anwält*innen oder Angehörigen verhört. Hinzu kommt, dass der Kronzeuge Hans Joachim Klein nach über 20 Jahren auf einmal Sonja eine Beteiligung am Opec – Attentat 1975 in Wien mit 3 Toten vorwirft. (mehr…)
In den Morgenstunden des 28.09.2011 führten Beamte der SOKO 19/2 nebst der Dresdner Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen bei vier Personen in Stuttgart durch. Das LKA aus Baden-Württemberg und lokale BFE-Beamte leisteten Amtshilfe. Eine betroffene Person war zur Zeit der Durchsuchung seiner Wohnung nicht anwesend, eine wurde von der Arbeit „abgeholt“. Mindestens eine Person wurde zur DNA-Entnahme gezwungen. Es wurde nach Kleidung, Schuhen, Computern, Datenträgern und schriftlichen Aufzeichnungen gesucht. (mehr…)